
Aus 3D-Druck-Abfällen
neue Rohstoffe schaffen
Immer wieder erreichen uns Anfragen von Menschen, die ihre Fehldrucke oder 3D-Druck-Abfälle nicht einfach entsorgen, sondern einem sinnvollen Recycling zuführen möchten. Für erste Versuche haben wir bereits Materialspenden erhalten und erfolgreich verarbeitet. Aktuell können wir jedoch noch keine regelmäßige Annahme anbieten, da die notwendige Recycling-Infrastruktur erst aufgebaut werden muss. Mit eurer Unterstützung möchten wir die technische Ausstattung schaffen, um aus 3D-Abfall tatsächlich neue Produkte herzustellen und so einen echten Materialkreislauf in Berlin zu ermöglichen.
Zwei Wege zum geschlossenen Kunststoffkreislauf
1. Direkter 3D-Druck mit Granulat
Anstatt Kunststoff zunächst zu Filament zu verarbeiten, kann geschreddertes Material direkt als Granulat in speziellen 3D-Druckern mit Pellet-Extruder verwendet werden. Dadurch werden zusätzliche Verarbeitungsschritte eingespart und der Energieaufwand reduziert.
Dieser Ansatz hat großes Potenzial, erfordert jedoch noch spezielle Drucktechnik, akkurates Granulat und Druckbedingungen. Für die Umsetzung suchen wir technische Unterstützung, Partner und Fördermöglichkeiten.
2. Herstellung von recyceltem Filament
Derzeit sehen wir die Filamentproduktion als besonders praxisnahen Weg. Das geschredderte Material wird dabei zu neuem Filament verarbeitet, das anschließend auf den meisten handelsüblichen 3D-Druckern genutzt werden kann.
Der große Vorteil: Die Nutzerinnen und Nutzer müssen nicht zu einem speziellen Drucker kommen, sondern können die recycelten Filamentrollen flexibel auf ihren eigenen Geräten verwenden – wann und wo sie möchten.
Unsere bisherigen Erfahrungen
Im vergangenen Jahr haben wir mit verschiedenen geliehenen Filamentextrudern experimentiert und unterschiedliche Verfahren getestet. Dabei konnten wir wertvolle Erfahrungen sammeln und vielversprechende Modelle identifizieren, die eine zuverlässige Herstellung von Recyclingfilament ermöglichen.
Die technische Machbarkeit konnten wir inzwischen nachweisen – nun fehlt vor allem die Finanzierung, um die notwendige Ausrüstung dauerhaft anzuschaffen und das Projekt auf ein umsetzbares Niveau zu bringen.
Mit einem eigenen Filamentextruder könnten wir:
♻ 3D-Druck-Abfälle lokal wiederverwerten
♻ Kunststoffkreisläufe in Berlin stärken
♻ Bildungs- und Mitmachangebote rund um Recycling und 3D-Druck schaffen
♻ Den Einsatz von Neuplastik reduzieren
♻ Hochwertiges Recyclingfilament für die Community bereitstellen

